UUCP als einfache Mail
Von der einfachste und früheste Form der elektronischen Kommunikation haben Sie bereits in den einleitenden Kapiteln gelesen. Am Beispiel des Militärs und von Universitäten wurde beschrieben, wie reine Textnachrichten zwischen Computersystemen ausgetauscht wurden. Diese Nachrichten lassen sich nach heutigem Verständnis auch als E-Mail bezeichnen.
Wie zuvor schon beschrieben, nutzten die ersten vernetzten Rechner vorwiegend das Betriebssystem Unix, aus dem auch das heute populärer werdende Linux hervor ging. Eine der ersten Errungenschaften des sich entwickelnden Internet war die Möglichkeit, Textnachrichten von einem Unix-System zum nächsten kopieren zu können. Hierfür entwickelten Forscher eine eigene Computer-Sprache, die diese Datenübergabe steuerte: UUCP – Unix to Unix Copy Protokoll.
Nachfolger SMTP
Als Nachfolger entwickelte sich schließlich SMTP: Simple Mail Transfer Protocoll – einfaches Post-Übertragungs-Protokoll. Bis heute kommt es als Standard für den E-Mail-Versand zum Einsatz. Wenn Sie Ihr E-Mail-Programm einrichten, werden Sie auf diese Abkürzung stoßen.
Dabei gilt STMP als sehr unsicher, da es keine Funktionen der Identifikation eines Nutzers mit sich bringt und auch keine Verschlüsselten Übertragungen unterstützt. So kann jeder theoretisch unter beliebigen Absender-Adressen E-Mail versendungen und jede Nachricht, die den eigenen Server passiert frei mitlesen.
Der Vergleich der E-Mail mit einer Postkarte ist daher sicherlich deutlich angebrachter als der Vergleich mit einem verschlossenen Brief.