SMTP, POP und IMAP
In der Einleitung zu diesem Kapitel wurde SMTP als Protokoll zum Versenden von Nachrichten bereits kurz erläutert. SMTP sorgt für die Zustellung der E-Mail auf ihrem Weg durch das weltweite Computernetzwerk.
Wenn Sie als Anwender einen E-Mail-Client an Ihrem Computer einrichten, werden Sie daher auch nach einem solchen SMTP-Server gefragt. Dieser SMTP-Server nimmt dann die Post von Ihrem E-Mail-Programm entgegen, wenn Sie die Nachricht absenden. Danach gibt dieser Server ihre Nachricht ebenfalls per SMTP an den nächsten Server weiter. Dieser Vorgang wiederholt sich bis die Nachricht auf dem Server angekommen ist, von dem der Empfänger sie abholen wird.
Das Versenden per SMTP funktioniert dabei eigentlich ohne Passwortschutz. Da diese Lücke aber gerne zum Versenden von Nachrichten unter falschem Namen missbraucht wird, verlangen inzwischen die meisten Internet-Anbieter die Übermittlung eines Passworts, bevor sie Nachrichten per SMTP annehmen. Hierfür werden dann zumeist die gleichen Zugangsdaten genutzt, die Sie zum Abholen Ihrer Nachrichten benötigen.
Das Postfach leeren
Der Empfänger einer Nachricht arbeitet zumeist nicht direkt an dem Computer, an dem eine E-Mail nach ihrer Übermittlung per SMTP ankommt. Er muss daher von seinem Arbeitsplatz eine Verbindung zu diesem Server herstellen, um in sein dortiges Postfach schauen zu können. Seit Jahrzehnten kommt hierfür das Post Office Protokoll (POP) zum Einsatz. Ruft ein Nutzer an seinem E-Mail-Programm seine Post ab, startet die Anwendung im Hintergrund die Kommunikation mit dem Server per POP. Dabei wird der eingetragene Server angefragt, der Benutzername übergeben und das Passwort abgestimmt. Sind alle Daten korrekt, werden die dort vorliegenden Nachrichten auf den Rechner des Anwenders kopiert und vom Server gelöscht. Das E-Mail-Programm kann dann lokal diese Nachrichten als E-Mails anzeigen.