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Ports

Ports sind ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für die Kommunikation mit einem Server – auch wenn sie aus Anwendersicht oft unverständlich wirken, Daher sollen Sie hier auch nicht in ihren technischen Details, sondern wieder recht allgemein erklärt werden.

Stellen Sie sich einen Server als ein großes Haus vor. Seine IP-Adresse bezeichnet seine Hausnummer. Wenn Sie aber erst einmal davor stehen, müssen Sie auch noch erkennen,, welche Klingel Sie nun drücken müssen, damit auch der richtige Bewohner auf Sie aufmerksam wird.

Ähnlich verhält es sich mit den Port (Häfen / Eingängen). Jede Anfrage, die einem Server geschickt wird, enthält auch eine Angabe des Zielports. Dieser Port legt vor allem fest, welche Anwendung auf dem Server die Anfrage entgegen nehmen und beantworten soll.

Während Ihr Webbrowser, sofern Sie es nicht anders angeben, automatisch Port 80 nutzt, werden Sie bei der Einrichtung von E-Mail-Adressen oft nach den passenden Ports gefragt. Allerdings sind sie bei den meisten E-Mail-Programmen ebenfalls korrekt vorausgefüllt: Port 25 für den Versand per SMTP, Port 110 für den Abruf per POP, Port 143 für den Abruf per IMAP. Nutzen Sie dagegen verschlüsselte Verbindungen, ändern sich die Portnummern. So weiß der Server, dass er eine verschlüsselte Anfrage erhält und diese vor der Verarbeitung entschlüsseln muss.

Die Ports für die einzelnen Applikationen sind festgelegt. Dennoch können Sie sie auch anpassen. Aus Sicherheitsgründen kann dies zum Beispiel geschehen. Wenn ein Administrator verschleiern möchte, dass ein Webserver läuft, kann er diesen Dienst so einrichten, dass er auf einem anderen Port angesprochen wird. Die Seiten sind dann nur erreichbar, wenn der Nutzer zur korrekten Adresse auch den richtigen Port angibt.

Ports absichern

Auch ihr Rechner zu Hause bietet bei einer Internet-Verbindung Port an, an denen Anwendungen lauschen können, ob Anfragen für Sie eintreffen. Chat-Clients seien hier als Beispiel genannt. Aber auch Schadprogramm nutzen diesen Weg, um z.B. Service-Dienste von Windows anzusprechen, die nicht sicher genug sind – oder sie nutzen diese Schnittstellen, um sich selbst weiter zu verbreiten. Eine Firewall schaltet sich deshalb hier dazuwischen. Sie erlaubt nur die Kommunikation auf den Ports, die Sie freigegeben haben. Alle anderen Eingänge ihres „Hauses“ blockiert sie, um so für Sicherheit zu sorgen. Als Anwender sollten Sie daher einen Überblick haben, welche Dienste auf Ihrem Rechner laufen müssen und welche Ports offen sein müssen. Alle anderen Türen sollten Sie sperren.