HTML beschreibt das Web
Der Siegeszug des World Wide Webs und den heute so gerne allgemein als Internet-Seiten bezeichneten Informationen ist einer recht einfachen Idee zu verdanken: Die einfachen Texte, die bisher ausgetauscht wurden, sollten formatierbar werden. Dabei durfte das simple Grundprinzip jedoch nicht unter diesen Änderungen leiden.
Das Ergebnis war HTML: Die Hypertext Markup Language. In deutsch etwa: Beschreibungssprache für verknüpfte Texte.
HTML ist demnach keine Programmiersprache. Sie berechnet nichts, sondern beschreibt nur Elemente eines Textes. Um solche beschreibenden Befehle vom darzustellenden Text zu unterscheiden, wurde festgelegt, diese „Tags“ in spitze Klammern einzufassen. Groß- und Kleinschreibung wird nicht unterschieden und ein „/“ markiert einen aufhebenden Befehl.
Schließlich benötigte man noch einen einfachen Befehlssatz.So einigte man sich auf das Kürzel „b“ als Abkürzung für das englische „bold“, also „fett“, und auf das „i“ für „italics“, also kursiv.
Veraltete Tags
HTML begann ist einer einfachen Form und wurde im Laufe der Jahre zunehmend komplex. Neue Befehle wurden eingeführt und alte Befehle wurde teils aufgegeben, da sie bessere Nachfolger gefunden hatten. Als ein Beispiel sei hier das Tag „font“ genannt. Über Jahre hinweg war es der übliche Befehl, um Schriftarten und -größen festzuelegen. Angaben wie „<font face=Arial size=2>“ sind heute noch auf vielen Webseiten zu finden und leiten einen Textblock ein, der in der Schrift Arial in einer etwas verkleinerten Schrift erscheint. Doch seit HTML in seiner Version 4 gilt dieser Befehl als veraltet und wird in HTML 5 bereits ungültig sein.
Browser sind zumeist jedoch großzügig in der Intepretation dieser Regeln und werden den Font-Tag sicher auch weiter beachten. Dennoch wird dieser Workshop daher weitgehend auf ihn verzichten.