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Der Weg ins Netz

Wie einfach Webseiten abzurufen sind, haben Sie schon in Ihren ersten Übungen erkannt. Vielleicht fiel Ihnen dabei auch auf, dass jeder, der auf Ihre eigenen HTML-Dateien lesend zugreifen konnte, sie auch ändern konnte. Was lokal im Test funktionierte, darf im weltweiten Netz natürlich nicht sein. Daher sind hier zwei verschiedene Programm für die Auslieferung der Seiten und Verwaltung der Seiten zuständig.

Die Webserver-Software, z.B. der Apache, liefert die Seiten nur an die Leser aus. Änderungen nimmt er eigentlich nicht an. (Mit PHP können sie dieses Verhalten umgehen. Doch hier bleiben wir noch bei den Grundfunktionen.) Für die Übertragung Ihrer Daten zum Webserver, ist eine FTP-Software zuständig.

FTP-Server und -Client

Wichtig ist für Sie zunächst, dass nur berechtigte Nutzer die Dateien Ihrer Webseite ändern dürfen. Eine FTP-Übertragung ist deshalb durch ein Kennwort geschützt. Nur mit Benutzername und Kennwort dürften Sie eine FTP-Verbindung aufbauen, und Dateien übertragen. FTP steht dabei für „File Transfer Protokoll“, also der Technik zur Dateiübertragung. (Grundsätzlich sind dabei auch anonmye Übertragungen möglich, die heute aber zumeist deaktiviert sind und deshalb hier keine Rolle spielen.)

Ihr Provider stellt Ihnen auf seiner Seite eine FTP-Server-Software zur Verfügung. Diese wartet ähnlich wie die Webserver-Software auf Anfragen von Nutzern. Um Daten mit dem FTP-Server auszutauschen, benötigen Sie einen FTP-Client. Von diesem Software-Typ finden Sie verschiedene kostenlose Programme im Internet. Auch einige Datei-Manager verfügen über entsprechende Funktionen.

Im FTP-Client geben Sie den Hostnamen, also die Webadresse, Ihres Online-Speicherplatzes ein und ebenso Benutzername und Kennwort. Das Programm stellt dann die Verbindung her und erlaubt es Ihnen, Dateien vom lokalen Rechner auf die Festplatte des Servers zu kopieren – oder umgekehrt.

Sobald Ihre Dateien im richtigen Verzeichnis liegen, kann die Webserver-Software auf diese Dateien zugreifen und Sie an Nutzer ausliefern, die dann Ihre Webseiten zu sehen bekommen.

Sicherheit bei FTP

FTP gehört zu den ältesten Diensten des Internets. Zu Zeiten seiner Einführung waren Fragen der Datensicherheit noch von geringerer Bedeutung. Und so kommt es, dass FTP-Verbindungen heute noch alle Daten unverschlüsselt übertragen. Neben den Dateien wird dabei auch mit jeder Übertragung das Kennwort und der Benutzername ungesichtert mitgesendet. Für einen Angreifer ist das ein gefundenes Fressen.

Soweit Ihre Providers Ihnen die Möglichkeit gibt, sollten Sie statt FTP deshalb besser das verschlüsselte sFTP nutzen. Auch SCP (secure copy) ist einen sicherer Alternative. Unter Windows gibt es hierfür das Programm „WinSCP“ im Netz zum Herunterladen. Fragen Sie bei Ihrem Provider, welche Verbindungstypen unterstützt werden oder achten Sie schon bei der Wahl des Providers auf diese Möglichkeiten.