Der Server – Web, Mail, FTP
Im ersten Teil haben wir den Aufbau von Webseiten am eigenen PC nachgestellt. Für die Gestaltung kleiner Webauftritte ist dies auch ein übliches Vorgehen. Doch dann ist der Zeitpunkt gekommen, auch andere am Erfolg der eigenen Arbeit teilhaben zu lassen.
Theoretisch könnten Sie dazu Ihren eigenen Rechner mit seiner Internet-Verbindung stets laufen lassen und Nutzern von jenseits Ihres Internet-Anschlusses den Zugang gewähren. Doch dieses Vorgehen wäre weder kostengünstig noch sicher.
Provider hosten Ihre Daten
Statt dessen mieten Sie sich bei einem Dienstleister ein, der Ihre Daten für Sie im Internet bereit hält. Seine Server dürfen Sie sich dabei gerne so vorstellen wie Ihren eigenen Rechner zu Hause – in kompakter Bauweise und ohne Bildschirm. Auf seiner Festplatte legen Sie Ihre Dateien ab, die damit auch – lesend – für andere verfügbar werden.
Dienste des Providers
Auf dem Server Ihres Providers sind nun verschiedene Programme installiert, die Ihrem Internet-Auftritt zu Gute kommen. So wird er einen FTP-Server betreiben. Dieses Programm zur Dateiübertragung (File Transfer Protocol) ermöglicht es Ihnen, mit dem richtigen Benutzernamen und Kennwort Ihre HTML-Dateien dort abzulegen. Ein Webserver (oft ein Programm namens „Apache“ oder ein „Internet Information Server“) wartet dann auf Anfragen Ihrer Web-Nutzer und liefert Ihre Datei dann an diesen Nutzer aus.
Zudem stellt Ihnen der Provider zumeist noch ein E-Mail-Server zur Verfügung, der Ihre ausgehende Post annimmt und weiterleitet und umgekehrt elektronische Post an Sie sammelt, bis Sie von Ihnen abgerufen wird.
Schließlich kann Ihnen Ihr Provider je nach gewähltem Tarif auch weitere Funktionen wie die Programmiersprache PHP oder die Datenbank MySQL zur Verfügung stellen. Ob Sie auf solche Anwendungen zugreifen können, entscheidet der Tarif, zu dem Sie sich einmieten.